Was ist, was leistet und was kann das Deutsche Familienrechtsforum für mich tun?
Das Deutsche Familienrechtsforum ist ein eingetragener gemeinnütziger Verein, der bereits vor über 45 Jahren in Stuttgart in Familien und Lebensfragen beraten hat. Gemeinnützigkeit heißt, dass die Institution aus ideellen Gründen tätig ist, also nicht in Gewinnerzielungsabsicht handelt. Leistungen werden nicht vom Forum, sondern von den jeweiligen Dienstleistern angeboten, erbracht und abgerechnet. Das Deutsche Familienrechtsforum stellt nur die Plattform zur Verfügung, auf der professionell im Familienrecht, Erbrecht, Coaching und der Mediation tätige ehrenamtliche Mitarbeiter die Möglichkeit haben, ihre Leistungen direkt den Hilfesuchenden anzubieten.
Das Deutsche Familienrechtsforums kann auf eine sehr erfolgreiche Arbeit zurückblicken. Es hat das sogenannte „Stuttgarter Modell“ begründet, ein bundesweit aufsehenerregendes Modell interdisziplinärer Hilfestellung in durch Krisen betroffener Familien. Das Deutsche Familienrechtsforum war einer der Wegbereiter der in der Universität von Harvard/USA entwickelten Mediation in Deutschland, die auf einem auf Verhandlung statt Streit gründenden Verfahren beruhte und erfolgreich in der Beratungsstelle praktiziert wurde. Die Reformarbeit des DFRF wurde in nationalen und internationalen Tagungen u.a. mit der evangelischen Akademie Bad Boll fortgesetzt. In einer dieser Tagungen wurde bereits zum Schutz der Rechte des Kindes im Personensorgerechtsstreit der Eltern die Rechtsfigur eines „Anwalts des Kindes“ gefordert und entwickelt, das der Gesetzgeber 25 Jahre später bei der Reform des Familienverfahrensrechtes als Verfahrensbeistand in das zum 01.09.2009 reformierte Recht des FamFG integriert hat.
Wir sind stolz und freuen uns, an diese Tradition anknüpfen zu dürfen. Da wir schon immer gehandelt statt gezaudert haben, stellen wir Ihnen auf dieser Homepage ein ganzes Bündel moderner Lösungen vor und hoffen, hierdurch in Stuttgart wiederum Impulse zur Weiterentwicklung der Rechtsanwendung gegeben zu haben.
Was kann das Deutsche Familienrechtsforum für mich als Betroffenen tun?
Unser Angebot stellt Ihnen eine breit gefächerte Auswahl von Methoden der Konfliktlösung, vom Rechtstreit bis zur Verhandlung durch Mediation vor. Es bietet Ihnen als Ratsuchendem die gesamte Breite der konventionellen und alternativen Konfliktinterventionen an.
Wählen Sie, ob Sie die Lösung Ihres Konflikts konventionell durch Rechtsstreit oder aber durch Mediation, durch Schlichtung oder auch mittels Coaching oder im Wege der cooperativen Praxis, in Angriff nehmen wollen. Bei letzterem handelt es sich um ein besonderes Mediationsverfahren, das sich durch das konstruktive, auf eine Einigung der Beteiligten ausgerichtete Handeln der beteiligten Anwälte auszeichnet.
So haben wir mit Bedacht beispielsweise die gute alte Paar- und Familientherapie, gemeinhin bekannt als Ehe- und Familienberatung, nicht über Bord geworfen, sondern zum Teil unserer Strategie gemacht, was nach unseren Erfahrungen immer dann sinnvoll ist, wenn trotz Zerrüttung noch um die Gründe des Scheiterns der Ehe gerungen wird. Darauf kommt es nach dem geltenden Eherecht überhaupt nicht an. Wir erleben aber immer wieder, dass die Ehe als Lebensabschnitt erst dann abgeschlossen werden kann, wenn das Scheitern und seine Gründe mental aufgearbeitet sind. Das ist nicht nur im Interesse der Kinder geboten, sondern auch, wenn die Beteiligten spätestens in der Nachscheidungsphase feststellen, dass geklärte Verhältnisse der Eltern, die Aufarbeitung des Traumas der Ehescheidung, die Trauerarbeit im Erbfall für die Gestaltung der Zukunft unverzichtbar sind.
Dass wir bei der Sorge- und Umgangsregelung an Ihrer Seite stehen und Sie begleiten, ergibt sich aus unserem Engagement und bedarf keiner besonderen Betonung.
Wer ist beim Deutschen Familienrechtsforum tätig?
Soweit auf dieser Seite Dienstleistungen angeboten werden, handelt es sich ausnahmslos um Angebote von Profis, d. h. in der Konfliktlösung professionell tätige Menschen, sei es als Rechtsanwälte, Psychologen, Pädagogen, Sozialarbeiter und Verfahrensbeistände aus den verschiedensten Berufsgruppen, die als Angestellte oder Freiberufler tätig oder im Ausnahmefall im Ruhestand befindliche Richter sind. Allesamt eint sie der Wunsch, ihre Kenntnisse und Fähigkeiten in unterschiedlichen Funktionen Ratsuchenden zu vermitteln, sei es in Präsenzvorträgen oder auch Online, da uns nicht nur lokale, sondern regionale und zum Teil auch nationale Anfragen erreichen und dementsprechende Kontakte bestehen.
Verfahrensbeistände sind heute aus familienrechtlichen Verfahren mit Kindern nicht mehr wegzudenken, sie sind dort erste Wahl. Verfahrensbeistände werden regelmäßig von Familienrichtern bei Vorliegen der gesetzlich normierten Voraussetzungen in komplexen gerichtlichen Verfahren an denen Kinder beteiligt sind, berufen. Verfahrensbeistände treten dabei, so hat es den Anschein, immer mehr an die Stelle, die früher die Gutachter in Sorgerechtsverfahren hatten: Sachverständige Berater des Familienrichters, leider häufig auch Streitentscheider, wenn sich Familienrichter kein eigenes Urteil gebildet haben, wobei sich Verfahrensbeistände, anders als Gutachter nicht nur durch günstigere Honorarvorstellungen empfehlen, sondern diese Gruppe sich besonders für den Einsatz vor Ort in der Familie eignet. Als Verfahrensbeistände sind zwischenzeitlich so gut wie Angehörige sämtlicher, mit der Bearbeitung von Familienkonflikten tätiger Berufsgruppen vertreten, Rechtsanwälte, im Ruhestand befindliche Richter, Sozialarbeiter, Psychologen, Pädagogen etc. zum Teil auch mit ergänzenden, auf die praktische Tätigkeit vor Ort ausgerichteter Zusatzausbildungen.
Wir freuen uns, Sie alle auf und über diese Plattform zur Mitarbeit einzuladen. Nutzen Sie Ihre fachlichen Kompetenzen zum Wohl betroffener Eltern und Kinder und bringen Sie Ihre Expertise für eine bessere Praxis im Familienrecht ein. Sprechen Sie über den Marktplatz des Deutschen Familienrechtsforum e.V. direkt die Rat- und Hilfesuchenden an.